Original regional: Bratwurst, Lebkuchen – und Burgsandstein

Platz für Baumeister – als Steinmetz kann Harald Pollmann das Stadtbild so nachhaltig prägen, wie es in kaum einem anderen Beruf möglich ist. In der Metropolregion Nürnberg findet er dafür die idealen Bedingungen: Das rich­tige Baumaterial, interessante Bauprojekte und einen Arbeitgeber, der seine Träume möglich macht.

Harald Pollmann hat sich schon immer für Kunst und Geschichte interessiert. Seine ursprüngliche Arbeit als Bankkaufmann ließ ihm dafür jedoch kaum Zeit. Also änderte er seinen Beruf, wurde Steinmetz und zog dazu extra von Duisburg nach Nürnberg. Warum?

„Es war die Stadt, die mich angelockt hat – ihre wechselvolle Geschichte und dieses einheitliche, gewach­sene Stadtbild“, erklärt Pollmann. Für das besondere Stadtbild macht der ambitionierte Steinmetz vor allem den Nürnberger Burgsandstein verantwortlich, der Nürnberg mit seinem warmen Farbton prägt. „Dieser Stein gibt der Stadt sogar ihren Namen: Denn die ursprüngliche Bezeichnung ‚Norimberg‘ bedeutet Felsenberg.“ Für den 45-Jährigen ist der Burgsandstein mindestens genauso typisch für Nürnberg wie die Rostbratwurst, der Lebkuchen oder die Kaiserburg.

Untrennbar vielfältig: Die Metropolregion Nürnberg

Harald Pollmann findet nicht nur das Baumaterial faszinierend, sondern auch die besondere Vielfalt, die Nürnberg und die Metropolregion bieten: „Wir haben die sehenswerte Altstadt und gleichzeitig eine landschaftlich wunderschöne Umgebung mit vielen Ausflugsmöglichkeiten. Als Familie sind wir gerne im Umland unterwegs und schauen uns die kleinen Museen an.“ An der Metropolregion findet er zudem inter­essant, „dass es hier historisch gesehen eine ganze Reihe von kulturellen Zentren gegeben hat – und bis heute gibt. Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Charakter, geprägt vom verbindenden Element des Sandsteins.“ Sie alle sind für sich genommen starke und individuelle Orte, die als Ganzes eine sehr gut vernetzte, attraktive und abwechslungsreiche Region bilden.

Schon lange bevor Harald Pollmann von Duisburg wegzog, schlug sein Herz für das historische Nürnberg. „Mittlerweile geben mir mein Beruf und mein Arbeitgeber die Möglichkeit, dazu beizutragen, den historischen Glanz dieser Stadt zu erhalten“, sagt er. Sein Arbeitgeber ist das Fürther Bauunternehmen GS Schenk, ein mittelstän­discher Familienbetrieb mit 260 Mitarbeitern, der in der Metropolregion Nürnberg verwurzelt ist, in ganz Bayern Projekte im Hochbau, Tiefbau und Schlüsselfertigbau realisiert und bereits seit Generationen als Experte für die Verarbeitung von Natursteinen gilt. Allein 14 Steinmetze arbeiten in diesem Bereich und machen häufig mit spektakulären Projekten auf sich aufmerksam – zum Beispiel mit dem Pellerhof, einem Restaurierungsvorhaben, das Pollmann selbst angeregt hat.

Lebendige Geschichte: Der Pellerhof

Das Bauwerk am Egidienberg in der Nürnberger Altstadt war „sicherlich das bedeutendste deutsche Renaissance-Gebäude eines Bürgers“, stellt Harald Pollmann fest. In den 1930-er Jahren wurde es aufwändig restauriert – aber bereits zehn Jahre später im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Danach hatte man Teile des Pellerhofs hergerichtet, ihn aber nie wieder ganz aufgebaut.
Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums des Gebäudes im Jahr 2005 wandte sich Harald Pollmann mit der Bitte an den Oberbürgermeister, den Hof im Namen der Altstadtfreunde Nürnberg mit eigenen Mitteln wieder aufbauen zu dürfen. In einer für die Stadt beispiellosen Spendenaktion konnten über fünf Millionen Euro aufgebracht werden. Mit dem Restaurierungsprojekt wurde die Firma GS Schenk wegen ihrer besonderen Expertise beauftragt – und wegen des Baumaterials.

Nürnberger Burgsandstein: Aus der Region – für die Stadt

Denn die Steine für die Restaurierung kommen aus der Region – aus dem Worzeldorfer Steinbruch im Süden Nürnbergs, der von GS Schenk bewirtschaftet wird. Dabei handelt es sich um einen der letzten Steinbrüche in Mittelfranken und den einzigen, in dem heute noch der berühmte Nürnberger Burgsandstein abgebaut wird: ein mittel- bis grobkörniger Sandstein, dessen rotbraune Färbung von dem darin enthaltenen Eisen­oxid stammt. Dieser Sandstein ist typisch für die Nürnberger Hochbauten und wurde in vielen Bauwerken der Stadt verbaut, etwa in der Stadtmauer und in der Kaiserburg. Auch heute noch kommt er bei Restaurierungsarbeiten sowie in modernen Neubauten zum Einsatz und sorgt dafür, dass sich die Bauwerke nahtlos in das Stadtbild einfügen.
Harald Pollmann ist begeistert von der besonderen Bedeutung dieses Steins für die Region: „Wenn Sie die unterschiedlichen Häuser aus der Gotik, der Barockzeit, aus dem 19. Jahrhundert oder aus der Zeit um 1900 sehen, dann ist das letzten Endes der Nürnberger Burgsandstein, der diese Häuser als einheimische Gebäu­de erkennbar macht und ein ortstypisches Stadtbild prägt. So etwas gibt es nach meinem Wissen kein zweites Mal!“

Alles aus einer Hand – erfolgreiche Wertschöpfungskette

Der Steinmetz sieht bei seinem Arbeitgeber die idealen Bedingungen für die Wiederherstellung des Peller­hofs: In dem malerischen Steinbruch wurden große Blöcke des Sandsteins von der Felswand abgespalten und anschließend in der Werkstatt von GS Schenk in Quader gesägt. Historische Zeichnungen und Pläne halfen bei der detaillierten Planung und den Entwürfen der Bildhauerarbeiten. Die Steinmetze haben die Entwürfe mit hohem künstlerischem und handwerklichem Anspruch, viel Know-how, Sorgfalt und Leiden­schaft originalgetreu umgesetzt. Dabei verwendeten sie sowohl moderne Handmaschinen als auch histo­rische Werkzeuge – „Klüpfel und Meißel, so wie es vor Jahrhunderten schon der Fall war“, sagt Pollmann. Die fertig bearbeiteten Werkstücke wurden anschließend zur Baustelle transportiert und dort verbaut. „Wir haben jetzt wieder einen Arkadenhof, der auf zwei Seiten dreistöckige Gänge hat, die das Vorder- mit dem Hinterhaus verbinden“, freut sich Steinmetz Pollmann. „Dort steht ein großer Giebel; sicher einer der schönsten Giebel der deutschen Renaissance.“

Beruf und Berufung

Harald Pollmann sieht in seinem Beruf auch eine Berufung: Er ist in die Metropolregion gekommen, weil er Bauwerke erhalten und schaffen wollte, die Bestand haben. Als Steinmetz kann er mit dem berühmten Nürnberger Burgsandstein arbeiten und das Stadtbild mitprägen. Und als Familienvater lebt er mit seiner Frau und seinen Kindern selbst in einem historischen Wohnhaus – natürlich erbaut aus Nürnberger Burgsandstein.

GS Schenk

Das mittelständische Familienunternehmen GS SCHENK blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Die Firma entwickelte sich in diesem Zeitraum von ihren Anfängen als handwerklicher Kleinbetrieb zum heutigen Bauunternehmen, das über 250 Mitarbeiter beschäftigt und mit einem breiten Leistungsangebot erfolgreich die Märkte in der Metropolregion Nürnberg und in ganz Bayern bedient.

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