Künstlerisches Schaffen

Sie begeistert, sie reißt mit, sie bewegt. Tanz ist ihr Leben. Seit 1988 lebt Susanna Curtis in Deutschland, seit über 20 Jahren aus Überzeugung in Nürnberg. „Hier mitten in der Metropolregion finde ich ideale Bedingungen für meine verschiedenen Projekte“, sagt die freischaffende Tänzerin, Choreographin und Darstellerin.

„Ich interessiere mich für Menschen, warum sie machen, was sie machen, warum sie sind, so wie sie sind“, sagt Curtis. Ihre Arbeit als Choreographin sieht sie als den Versuch an, das Wesentliche aus einem Thema herauszuholen, in Bewegung umzusetzen und für die Darstellerinnen und Darsteller eine eigene Körpersprache zu entwickeln. Das Spannendste für sie ist der Raum zwischen Bühne und Publikum. Springt der Funke über? Ihr liegt am Kontakt mit den Menschen. Curtis möchte das Publikum berühren. So nebenbei ist sie auch seit vielen Jahren als Klinikclown Dr. Maggie McDudel für den Verein KlinikClowns e.V. in Kinderkliniken und Altenheimen in der Region tätig. Auch hier kann sie ihren bekannten Witz zum Ausdruck bringen. Und sie freut sich, wenn die kleinen Patientinnen und Patienten für einen Moment ihre Krankheit vergessen. Ihr Engagement kommt aus dem Herzen.

Nürnberger Tafelhalle bietet ganz besonders gute Bedingungen

Die Nürnberger Tafelhalle, seit 2010 auch stets Ko-Produzent, ist seit langem Curtis‘ Heimstätte. „Die Tafelhalle bietet Raum für Tanz, den es sonst selten gibt. Hier kann ich auch etwas dank der Fördermittel realisieren, die es anderswo nicht gibt“, sagt Curtis. Und sie ist sehr angetan von ihrem Nürnberger Publikum, weil es nicht nur Tanz-Insider sind, die sie erreicht. Gleichzeitig aber wird sie regelmäßig mit ihren Produktionen zu Gastspielen in anderen deutschen Städten und im Ausland eingeladen.

Susanna Curtis schätzt Nürnberg und die Metropolregion ganz besonders. „Die Lebensqualität ist hervorragend. Mit dem Fahrrad habe ich kurze Wege. Für Engagements in anderen Städten habe ich immer günstige Verbindungen mit dem Auto oder Zug“, meint Curtis. Sie lebt gerne in der Großstadt, die ihr alles bietet, und sie liebt es, schnell in der Natur zu sein. Sie mag die Überschaubarkeit. Das sei auch ein großer Vorteil, um sich in der Kunst- und Kulturszene zu vernetzen. „Das ist weitaus besser, als zum Beispiel in der hippen Bundeshauptstadt als freischaffende Künstlerin auf verlorenem Posten zu stehen“, urteilt Curtis. Sie wechselt gern die Sparten und Rollen, überschreitet Grenzen und tritt immer noch mit Begeisterung selber auf. Immer wieder probiert sie Neues aus, als Mitwirkende im Kindertheater Mummpitz zum Beispiel oder als Musical-Regisseurin. „Der Austausch mit anderen ist sehr bereichernd“, berichtet Curtis. Musik, bildende Kunst, Theater – ihre Inspiration hat viele Quellen.

Susanna Curtis ist 1964 in London geboren, wächst im schottischen Glasgow auf, studiert in Oxford Deutsch und Französisch. Die Mutter schickt sie schon früh in die klassische Ballettschule. Am Ende der Schulzeit stellt sich die Zukunftsfrage: Tanz oder, wie die Eltern meinen, doch „etwas Vernünftiges“? Die Wahl fällt auf das Sprachenstudium. Doch Tanz und Theater auf der Studentenbühne bleiben ständige Begleiter. Nach dem Abschluss 1986 bewirbt sie sich bei einigen Tanzschulen – und bekommt ein Ein-Jahres-Stipendium an der Rotterdamse Dansacademie.

Motor der zeitgenössischen Tanzszene in der Region

Im Jahr 1988 wird sie Mitglied in der B.W.Gung Tanzkompanie in Ulm. Nach gut vier „Lehrjahren“ wechselt sie ans „klassische“ Stadttheater Regensburg. Ihre Leidenschaft bleibt der zeitgenössische Tanz. Von 1993 bis 1997 gehört sie zum fast schon legendären Czurda Tanztheater in Fürth. Die Mischung von Sprech- und Tanztheater fasziniert sie. Es folgen Stationen beim Theater der Klänge in Düsseldorf (1997-2001) und bei der comp.aexx.rauh in Nürnberg. Seit 2000 präsentiert sie regelmäßig eigene neue Stücke mit ihrer Kompanie Curtis & Co – dance affairs. Oft findet sie ihre Anregungen für ihre Produktionen in der Literatur. Über ihr Stück MacbeTh-ree urteilt die Kritik: „Tanztheater in Bestform, das spannend, berührend und sehr unterhaltsam Shakespeare an die Gegenwart andockt.“ Als 1. Vorstand der Tanzzentrale e.V. setzt sie sich konsequent für die zeitgenössische Tanzszene in der Region ein. 2014 verleiht ihr die Stadt Nürnberg den Kulturförderpreis. Die Metropolregion Nürnberg wählt sie zur „Künstlerin des Monats“ November 2015.

Wo ist ihre Heimat? Die Antwort ist eindeutig: „Das ist die Bühne.“ Der Weg dorthin beginnt aber immer in der Nürnberger Nordstadt, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden fast erwachsenen Söhnen lebt.

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