Ein Leben für den Sport

Platz für Eisenmänner – Der Triathlon lockte den gebürtigen Finnen Bennie Lindberg Anfang der 90er-Jahre in die Metropolregion Nürnberg. Ein Schicksalsschlag warf allerdings alle Pläne des Profi-Athleten durcheinander. Lindberg musste sich neu erfinden. Das Fränkische Seenland bot ihm alle Möglichkeiten, dem Sport trotzdem treu zu bleiben.

Es war Juli 1993. Bennie Lindberg, damals einer der besten Triathleten auf der Langdistanz, trainierte für die Europameisterschaften. Beim Radtraining passierte es dann: ein Auto erfasste ihn. Lindberg erlitt schwerste Verletzungen an Arm und Schulter. Er kämpfte sich zwar auf die Triathlon-Strecke zurück, er wusste aber, dass der Unfall das Ende seiner Karriere als Profi-Athlet bedeutete. „Das hat meine Pläne durcheinander geworfen.“

Lindberg suchte neue sportliche Herausforderungen – als Coach. Und Roth war dafür der perfekte Ort. Denn Triathlon war damals noch eine vergleichsweise junge Sportart. Der Rother Triathlon, heute DATEV Challenge Roth, wuchs als Veranstaltung rasant und Lindberg war einer der wenigen hauptberuflichen Triathlon-Trainer in der Umgebung. „Das hat einfach perfekt gepasst“, resümiert er.

Zurzeit trainiert Lindberg rund 50 Athleten

Sein erster Schützling war Stefan Holzner. Bereits nach einem Jahr Training mit Lindberg gewann Holzner, heute fünfmaliger Ironman-Sieger, den Ironman Neuseeland. „Dass sich so schnell schon Erfolge einstellten, war einfach toll“, sagt Lindberg. Es folgten die Ausbildung als Profitrainer und die Gründung seiner Firma „Ad Extremum“ in Roth. Hier trainiert er nicht nur Profisportler, sondern auch Amateure. Lindberg sieht sportliche Erfolge und Teilnahmen an Wettkämpfen nicht als das erklärte Ziel seiner Arbeit an: „Viel wichtiger ist, was die Menschen persönlich erreichen wollen. Wenn Sie das wissen, kann ich sie beraten und den richtigen Trainingsplan für sie finden. Es muss nicht immer Triathlon sein.“

Den aktiven Sport hat der 53-Jährige nie aufgegeben. Für ihn wäre ein Leben ohne Bewegung, ob in der Natur oder nicht, nur schwer vorstellbar: „Der Mensch braucht vielleicht nicht unbedingt Sport. Aber der Mensch braucht Bewegung. Wir sind nicht dafür gemacht, nur im Büro oder vor dem Bildschirm zu sitzen.“ Noch immer nimmt Lindberg an Gigathlon- und Megathlon-Veranstaltungen teil und nutzt die vielfältigen Möglichkeiten rund um Roth, um regelmäßig Rad zu fahren, zu laufen oder zu rudern. „Wir haben hier keine Alpen, aber ein paar ganz ordentliche Hügel und wir haben hier keine Riviera, aber wunderschöne Seen.“

„Franken und Finnen sind sich ziemlich ähnlich. Ein bisschen in sich gekehrt vielleicht, aber sehr lebensfroh und vor allem ehrlich.“

Das erste Mal in Roth war Lindberg während seiner Profi-Laufbahn 1988 – für die Teilnahme am Ironman Europe. Noch bevor Bennie Lindberg die Ziellinie überquerte, hatte er nur einen Gedanken im Kopf: „Ich konnte es kaum erwarten, endlich ins zu Ziel kommen und mir dann eine Bratwurstsemmel und ein Bier zu kaufen. Ich dachte, das gehört hier einfach dazu“, sagt er. Von diesem Ort, der heute sein zu Hause ist, fühlte sich der Finne sofort angezogen: „Roth besitzt einfach eine sehr spezielle Atmosphäre. Vielleicht war es sogar von Anfang an ein klein bisschen Liebe.“

Einen Ort, der besser geeignet ist, um seiner Arbeit und seinen Interessen nachzugehen, als Roth, kann sich Lindberg kaum vorstellen: „Roth lebt und atmet Sport. Hier ist man als Sportler sehr gut aufgehoben.“ Und auch die Mentalität der Franken passt gut zu ihm, findet er.

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