„Morgen entsteht beim Machen“

Platz für Impulsgeber - Cornelia Fehlner hat 2017 die Leitung der FachPack übernommen. Die 32-Jährige sieht es als Herausforderung, die strategische Weiterentwicklung der europäischen Leitmesse der Verpackungsbranche voranzutreiben. Das Motto der Fachmesse „Morgen entsteht beim Machen“ beschreibt auch treffend Cornelia Fehlners professionelle Grundhaltung, die sie nun bei ihrem Arbeitgeber, der NürnbergMesse, verwirklicht. Die in Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach aufgewachsene FachPack-Leiterin weiß es zu schätzen, dass sie in der Metropolregion ihre beruflichen und privaten Ziele leben kann: Einerseits übernimmt sie spannende Aufgaben in einem international ausgerichteten Unternehmen; andererseits genießt sie die Lebensqualität in ihrer Oberpfälzer Heimat.

Cornelia Fehlner musste nicht lange überlegen, als sie im Sommer 2017 das Angebot bekam, bei der NürnbergMesse die Leitung der FachPack zu übernehmen: „Die Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Vor dem Wechsel ins Messegeschäft leitete sie vier Jahre die Wirtschaftsförderung der Stadt Weiden in der Oberpfalz. „In dieser Position war ich viel auf Messen unterwegs und habe immer gern die Gelegenheit zur Vermarktung des Wirtschaftsstandorts und zum Netzwerken genutzt“, erinnert sich die 32-Jährige. „Aus der Aussteller- und Besucher-Perspektive weiß ich, wie wichtig solche Messen als Marketinginstrument für Unternehmen sind.“

"Man braucht ein Gespür für Innovationen und Trends!"

In ihrer Position ist Cornelia Fehlner verantwortlich für die Konzeption, die Durchführung und die strategische Weiterentwicklung der FachPack, der führenden europäischen Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik: „Man muss immer die Branche im Blick haben und neue Themen erkennen“, beschreibt sie die Herausforderung, die sie und ihr fünfköpfiges Team meistern. Selbst bei einer etablierten Veranstaltung wie der FachPack dürfe man sich nie auf dem Erreichten ausruhen: „Man braucht ein Gespür für Innovationen und Trends, schließlich wollen wir ja Antworten auf die Zukunftsfragen der Verpackungsbranche geben.“  So ist das Leitthema der FachPack 2019 das umweltgerechte Verpacken.

Die Anfänge der FachPack reichen ins Jahr 1979 zurück, als unter dem Namen „Verpackung“ erstmals eine kleine regionale Fachausstellung mit rund 2.000 Besuchern stattfindet. Heute ist die FachPack ein Magnet für Verpackungsfachleute, die vor allem aus Deutschland, den Österreich und der Schweiz sowie aus anderen europäischen Ländern anreisen. Die letzte Veranstaltung im Herbst 2018 zog über 1.600 Aussteller und rund 45.000 Besucher nach Nürnberg. Dieser Quantensprung steht symbolisch für die dynamische Entwicklung der NürnbergMesse. Bei der Eröffnung 1974 standen auf dem Messegelände in Langwasser neun Hallen mit insgesamt 60.000 Quadratmetern. Inzwischen hat sich die Brutto-Ausstellungsfläche verdreifacht und die Anzahl der Hallen auf 16 erhöht. Mit rund 30.000 Ausstellern und bis zu 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr spielt die NürnbergMesse Group in der Champions League der internationalen Messegesellschaften.

Im intensiven Wettbewerb der Messeveranstalter setzt die NürnbergMesse auf Architektur mit Strahlkraft, die Innovation und Zukunftsorientierung ausdrückt - und damit einen ansprechenden Rahmen für Leitmessen wie die FachPack bietet. Schließlich kommt es auch bei Messen auf eine ansprechende „Verpackung“ und eine überzeugende Präsentation an. Mit einem neuen Konzept für die Belegung von zwölf Messehallen haben Cornelia Fehlner und ihr Team bei der FachPack 2018 frische Akzente gesetzt: Dazu gehören eine Zweiteilung in die Bereiche „Verpackungen und Prozesse“ und „Technik und Prozesse“ sowie klare Themenschwerpunkte der einzelnen Hallen.

Aussteller und Besucher der FachPack bekommen auch einen Einblick in die Architektur-Highlights im südlichen Teil des Messeareals: Dort stehen die Neubauten der Hallen 3A und 3C nach den Entwürfen von Zaha Hadid Architects. Wer diese Gebäude betrachtet, versteht sofort, weshalb Eleganz, Schwung und Leichtigkeit als Markenzeichen der weltberühmten Architektin gelten.

Die Dimension und das Flair des Messegeländes mit diesen architektonischen Glanzlichtern haben Cornelia Fehlner von Anfang an beeindruckt: „Die Gebäude strahlen eine weltstädtische Atmosphäre aus.“ Die internationale Ausrichtung ist für die 32-Jährige eine Eigenschaft, die sie am Messegeschäft besonders schätzt. Schon als Kind liebte sie Atlanten und Karten. Am Gymnasium in Amberg belegte sie den Leistungskurs Geografie, der sowohl ihr Fernweh als auch ihr Interesse an europäischer Geschichte und Politik nährt. So war es nur logisch, dass Cornelia Fehlner sich nach dem Abitur 2006 für den Studiengang Europastudien an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt entschied und nach dem Bachelor-Abschluss ein Masterstudium Kulturwirtschaft und Geografie an der Universität Passau absolvierte.

Während ihrer Studienzeit absolvierte sie ein Auslandssemester in Paris und zahlreiche Praktika: „Ich habe den Blick in die Praxis gesucht.“ Besonders beeindruckt hat Cornelia Fehlner ihre Arbeit im EU-Parlament in Brüssel unmittelbar vor der Europawahl 2009: „Eine super Erfahrung, da spürt man, was die Europäische Union tatsächlich bedeutet.“ Als kleines Mädchen hatte sie noch miterlebt, wie der Eiserne Vorhang eine unüberwindliche Grenze zwischen der Oberpfalz und Tschechien bildete. Mit diesem Hintergrund war es ihr immer wichtig, die Beziehungen zum östlichen Nachbarland auszubauen. So lag ein Fokus ihres Masterstudiums auf Mittelosteuropa, und sie lernte Tschechisch - was ihr auch heute noch nützt, denn gerade auf die FachPack kommen zahlreiche Aussteller und Besucher aus der Tschechischen Republik.

"Ich war eine Wanderin zwischen den Welten.“

Obwohl Cornelia Fehlner während ihres Studiums in Großstädten wie Paris, Brüssel, Prag und München gelebt hat, blieb sie immer auf Tuchfühlung mit ihrer Oberpfälzer Heimat: „Dort waren meine Familie und meine Freunde, dort habe ich in den Semesterferien gejobbt, um meine Ausbildung zu finanzieren. Die Verbindung ist also nie abgebrochen. Ich war eine Wanderin zwischen den Welten.“

Zum Ende des Studiums musste sich die heutige Leiterin der FachPack allerdings für einen festen Arbeitsplatz und damit auch für eine Welt entscheiden. Das Rennen machte die Stadt Weiden in der Oberpfalz, wo sie die Leitung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung übernahm. Diese Wahl haben seinerzeit nicht alle Kommilitonen verstanden, erinnert sich Cornelia Fehlner. „Manche fanden die Rückkehr in die Oberpfalz uncool.“

Dieses Gefühl war und ist der 32-Jährigen gänzlich fremd. Heimatverbundenheit und Weltoffenheit sind für sie keine Widersprüche; sie ist glücklich, dass sie im Berufsalltag beide Eigenschaften leben kann: „Die NürnbergMesse ist ein international ausgerichtetes Unternehmen, das in der Region fest verwurzelt ist. In meiner Position bin ich viel in Deutschland und Europa unterwegs, schätze aber Amberg als meinen privaten Lebensmittelpunkt.“ Das Pendeln zwischen ihrem Wohnort und Nürnberg-Langwasser nimmt sie in Kauf. „Ich fühle mich einfach wohl in Amberg“, erklärt die FachPack-Leiterin. Sie schätze die Lebensqualität der 44.000-Einwohner-Stadt und ihrer Umgebung. „Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch, deshalb vermisse ich in Großstädten immer ein bisschen das Grün.“ Am Wochenende zieht es Cornelia Fehlner nach draußen. Den Stress des Messegeschäfts lässt sie beim Wandern durch den Hirschwald, beim Kanufahren auf der Vils oder beim Radfahren hinter sich.

"Hier habe ich die richtige Mischung aus Trubel, Rückzugsmöglichkeit und Entspannung.“

Diese Kombination aus reizvollen Landschaften, attraktiven Freizeitangeboten und urbanem Leben sieht die 32-Jährige als großes Plus der Europäischen Metropolregion Nürnberg: „Hier habe ich die richtige Mischung aus Trubel, Rückzugsmöglichkeit und Entspannung.“  Angetan haben ihr es auch die kulinarischen Klassiker aus Franken und der Oberpfalz, vor allem Schäufele und Karpfen. Außerdem gefällt Cornelia Fehlner das „reelle Preis-Leistungsverhältnis“: „Ich weiß noch, wie geschockt ich war, als ich in Paris für einen Kaffee sechs Euro bezahlt habe.“

Zur Verwurzelung mit der Metropolregion gehört für Cornelia Fehlner, dass sie deren Zukunft mitgestalten will - ganz im Sinne des FachPack-Mottos „Morgen entsteht beim Machen“. Deshalb engagiert sie sich ehrenamtlich in Amberg bei den Wirtschaftsjunioren, zu deren Vorstandssprecherin sie im Oktober 2018 gewählt wurde.

NürnbergMesse

Die NürnbergMesse ist mit rund 1000 Mitarbeitern eine der 15 größten Messegesellschaften der Welt. Das Portfolio umfasst rund 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse sowie circa 40 geförderte Firmengemeinschaftsstände am Standort Nürnberg und weltweit. In der Metropolregion Nürnberg ist die NürnbergMesse ein Wirtschaftsmotor: Die über 500 Mitarbeiter am Standort Nürnberg schaffen mit ihrer Tätigkeit Kaufkrafteffekte von 1,65 Mrd. Euro und rund 15.000 Arbeitsplätze bundesweit. Jährlich beteiligen sich über 30.000 Aussteller und bis zu 1,5 Millionen Besucher an den Eigen-, Partner- und Gastveranstaltungen der NürnbergMesse Group, die mit Tochtergesellschaften in China, Nordamerika, Brasilien, Italien und in Indien präsent ist. Darüber hinaus verfügt die NürnbergMesse Group über ein Netzwerk von circa 50 Vertretungen, die in über 100 Ländern aktiv sind.

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