Roggen als Inspirationsquelle

Platz für Naturtalente – Der Liebe wegen ist Dr. Laura Krainz-Leupoldt aus Italien in die Metropolregion Nürnberg gekommen. Eine Umstellung, die ihr anfangs schwer viel. Heute setzt sie sich im Fichtelgebirge für verantwortliches Unternehmertum und für Kunst und Kultur ein und hat ihren Platz gefunden. Eine wesentliche Rolle spielte dabei ein lange vernachlässigtes Getreide: der Roggen.

„Die Menschen in diesem Teil der Metropolregion sind wie der Roggen“, sagt Dr. Laura Krainz-Leupoldt. Wenn sie über den Roggen spricht, zieht sich ein Lächeln über ihr Gesicht und ihre Augen leuchten. „Roggen vermittelt positive Emotionen“, sagt sie. „Denken Sie einfach an ein Roggenfeld, über das der Wind streift.“ Kaum jemand kennt sich so gut mit dem für das Fichtelgebirge typischen Getreide aus wie Dr. Laura Krainz-Leupoldt. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie in Weißenstadt das Unternehmen PEMA – der Hidden Champion für Vollkorn-Spezialitäten

Von Italien ins Fichtelgebirge

Ihr Mann war der Grund, warum Dr. Krainz-Leupoldt vor etwa 25 Jahren von Triest ins Fichtelgebirge gekommen ist. Die Umstellung fiel der Italienerin nicht leicht. „Am Anfang habe ich mit den Menschen und mit der Region gehadert. Aber im Grunde habe ich vor allem mit mir selbst gehadert“, sagt Dr. Krainz-Leupoldt. Ihre Ansicht: Wenn man in ein neues Land kommt und mit einer anderen Kultur konfrontiert wird, muss man vertraute Denk- und Verhaltensmuster hinterfragen und verändern. „Dazu braucht es Geduld. Aber ich hatte auch das Glück, in der Metropolregion Nürnberg viele sympathische Menschen kennengelernt zu haben, die mir meine Entwicklung leichter gemacht haben.“

Engagement und Vision

Letztlich hat sich die Geduld gelohnt. Die Liebe ihres Mannes zur Heimatregion hat sich auf die 55-Jährige übertragen. Und sie hat ihren Selbsterkennungsprozess genutzt, um ihre Vision verantwortlichen Unternehmertums zu entwickeln. „Unser unternehmerischer Erfolg gibt uns die Chance, etwas auszugeben und etwas zu investieren. Wir messen unseren Erfolg daran, ob das, was wir tun, sinnstiftend für uns, für andere Menschen und für die Region ist“, sagt Dr. Krainz-Leupoldt. Diese Vision lebt sie nun in vielen Projekten aus: 2007 eröffnete sie in Weißenstadt das „Kleine Museum“ für zeitgenössische Kunst. Hier ermöglicht Dr. Krainz-Leupoldt den Besuchern den Zugang zu Kunstwerken, die sonst nur in großen Museen weltweit zu sehen sind. 2014 folgte das ROGG-IN und 2016 das Schulungszentrum „Weißer Kubus“.

Alle Projekte verbindet dabei eine innere Logik, das Motto der Einfachheit und Entschleunigung, das Ideengeberin Dr. Krainz-Leupoldt sowohl der Natur als auch der Verarbeitung des Roggens entnimmt. Im Informationszentrum für Roggenkultur ROGG-IN hat sie diese Philosophie umgesetzt – und den Roggen zur Inspirationsquelle für den Menschen gemacht. „Wir wollen hier ein Wechselspiel aus Fakten und Emotionen schaffen und die Möglichkeit bieten, über die Natur und über das Leben nachzudenken. Denn die Natur lehrt uns, dass Dinge Zeit brauchen“, sagt Dr. Krainz-Leupoldt. Seit 2014 können sich die Besucher hier über das Getreide, seine gesundheitliche Bedeutung und den Herstellungsprozess zum Roggenvollkornbrot informieren.

Alle ihre Projekte waren für die Unternehmerin gleichzeitig harte Arbeit und Herzenssache – und sind somit Teil ihres persönlichen Glücks. „Die Welt schuldet uns nichts. Glück kommt dann, wenn man bereit ist, Anstrengung und Fleiß aufzubringen." Dass ihr Einsatz Früchte trägt, sieht Dr. Krainz-Leupoldt auch in der Wahrnehmung ihrer Projekte über das Fichtelgebirge hinaus. Einmal bekam sie im „Kleinen Museum“ Besuch von der gesamten Belegschaft des Kunstmuseums in Nürnberg. „Das war eine tolle Erfahrung und zeigt auch, wie Stadt und Land über Kunst und Kultur zusammenwachsen können.“

„Die Welt schuldet uns nichts. Glück kommt dann, wenn man bereit ist, Anstrengung und Fleiß aufzubringen.“

Zufrieden gibt sich Dr. Krainz-Leupoldt mit dem Erreichten aber trotzdem nicht. „Als Unternehmer sollte man immer eine gewisse produktive Unzufriedenheit in sich tragen, um Veränderungen anzustoßen“, sagt sie, „Denn Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Mit Blick auf die Region sagt sie: „Die Metropolregion Nürnberg ist voll von inhabergeführten Unternehmen, die auf kurzem Wege Innovationen verwirklichen können. Deswegen sehe ich hier beste Zukunftschancen.“

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